Erste Schritte

Ihr seid angekommen und möchtet euer Urlaubs- oder Ausflugsziel erkunden. Oder eure Gäste sind da („Jetzt sehen wir endlich mal wohin es euch verschlagen hat, hahaha ….“) und möchten in kurzer Zeit viel sehen.

Zwar ist Friedrichroda nicht wirklich groß, jedoch wollen wir laufungewohnten Stadtmenschen nicht gleich zuviel zumuten, stimmts? Deshalb teile ich meine Vorschläge grob nach Stand- bzw Wohnort ein.

Also, Quartier ist im nördlichen Gebiet (Beispiel Berghotel, Ramada Hotel, Alexandrinenstraße, Büchig). Von hier aus geht es am besten erstmal durch den Kurpark. Am günstigsten haben es Gäste, die im Berghotel abgestiegen sind. Einfach aus dem Foyer raus und immer der Nase nach. Blickt nach links und ihr seht unser Städtchen im Tal liegen. Der Burchardtsweg führt euch am Ramada vorbei über eine Fußgängerbrücke direkt in den Kurpark. Dieser wurde vor gut fünf Jahren umgestaltet und es gab heftige Diskussionen – allen Menschen recht getan …. na, ihr wisst schon. Lasst euch überraschen, mir gefällt er jedenfalls. Auf der Freilichtbühne finden von Mai bis September desöfteren Veranstaltungen statt. Am Trinkpavillon habt ihr dann auch schon praktisch das Ende erreicht, es ist alles überschaubar in Friedrichroda.

Für wen ist dieser Weg geeignet? Für wirklich jeden. Von Kinderwagen bis Rollstuhl, mit dem Laufrad und mit dem Rollator und alles dazwischen. Es gibt immer wieder Bänke, Sonne wie Schatten. Von April bis Oktober ist der Trinkpavillon geöffnet und ihr könnt euren Durst löschen – kostenlos. Eine Zeitangabe ist schwer, mit einem Laufanfänger geht sicher eine Stunde hin, für einen durchschnittlich laufenden Erwachsenen sollte eine halbe Stunde reichen. Da sind sogar noch Abstecher zum Kräutergarten (Höhe Ramada ca 30 m nach links runter, hier ist auch noch ein weiterer Trinkpavillon) und zum Schwimmbad möglich. Auf das Bad eröffnet sich von Pavillon am Kurparkende ein schöner Blick. Leider gehört der sichtbare Spielplatz zum Bad und kann nur zu den Öffnungszeiten besucht werden. Ist an einem schönen Septembertag dem Nachwuchs schwer erklärbar. Vielleicht seht ihr die Thüringer Waldbahn vorbeifahren.

Vom Büchig aus geht es genau in die andere Richtung, ihr überquert die Straße und bewältigt die zugegeben überdimensionierte Freitreppe und seid im Kurpark. Wer nicht gerade im Berghotel wohnt parkt am besten auf dem Parkplatz am Schwimmbad (Tabarzer Straße Ecke Büchig)

Startpunkt ist eher im Süden? Dann geht (oder fahrt) am besten zur Ochsenschau. Das ist ein Rastplatz mit Kneippbecken und minimalsten Kinderspielgeräten (Balancierbalken, Wackeltiere) am Ortsausgang Richtung Engelsbach / Georgenthal. Fahrzeuge können gut abgestellt werden. Hier habt ihr auch einen schönen Blick auf den Ort. Nehmt den kurzen Anstieg in Angriff und biegt nach ca. 50 m rechts ab auf den Philosophenweg Richtung Gottlob. Von hier aus geht es ca. 600m bis zum Bergtheater. Dann geht ihr bei einer Wiese rechts bergab, biegt rechts auf den Gottlobsweg und haltet euch auf kleinen Straßen rechts. Nicht weit, ca. 200m, dann stößt ihr auf den leicht ansteigenden Engelsbacher Weg. Rechts seht ihr die AWO Servicewohnanlage, tolles Wohnen für 60plus, völlig autonom aber sehr komfortabel, zu moderaten Preisen. Nach 100m links das Gymnasium und wenn ihr an der Einmündung zur Engelsbacher Straße steht seht ihr rechts schon wieder die Ochsenschau.

Bei trocknem Wetter ist der Weg auch mit Kinderwagen oder Rollator gangbar. Festes Schuhwerk ist angebracht. Die Runde wie beschrieben dauert mit Pausen ca 45 Minuten und ist für Kinder gut geeignet, da kein bzw nur wenig Straßenverkehr zu beachten ist. Es gibt einige wenige Bänke.

Dann gibt es diejenigen „oh ich habe gar keine festen Schuhe mit“, „Mein Kind braucht unbedingt eine Mütze“ oder „Zu Tante Friedel nur mit Blumen!“. Da führt kein Weg an unserer Fußgängerzone vorbei. Um auch wirklich alles abzugrasen parkt am besten gegenüber der Kirche in der Lindenstraße, fast Ecke Reinhardtsbrunner Straße. Also am Kreisverkehr 30m die B88 Richtung Ohrdruf und dann links. Oder eben kurz vorm Kreisel rechts. Je nach dem. Ist kostenfrei und ihr nehmt über Eisdielen (dazu später), Zeitungsladen, erste Boutiquen, Outdoorladen usw alles mit. Also erstmal die Straße zur Kirche überqueren, nochmal über die Straße und zum Trinkbrunnen. Dort geht ihr durch die Kirchgasse mit dem ersten Outdoorladen, Boutiquen und Cafe. Ihr stösst direkt auf unsere Einkaufsstraße (Hauptstraße, nur Fußgänger und Belieferer). Einfach mal hoch (bis zur abbiegenden Haupstraße) und einmal runter. Hier geht an der Einmündung Kirchgasse vorbei, da kommen auf knapp 100 m noch ein paar Läden. Am kleinen Parkplatz (eigentlich kostenpflichtig) geht links am Blumenladen wieder zurück zum Auto. Hier kommt ihr an der Apotheke, Schuhladen, Damen- und Herrenboutique und Bäcker vorbei. Inwieweit diese Runde eine Sehenswürdigkeit ist sollte jeder selbst beurteilen. Es gibt fast alles (keine Drogerie, da im Nahkauf, Edeka oder Lidl schauen) und sehts mal so: es bleibt noch Geld zum Essen gehen übrig.

Ist natürlich für alle Generationen machbar, es gibt immer mal Bänke oder Einkehrmöglichkeiten und auch ein kleines Münzkarussell.

Insidertipps zu Restaurants und Geschäften gebe ich in späteren Abschnitten, wir sind noch in der Erkundungsphase.

Warum Friedrichroda?

Ja, du hast recht. Es gibt unzählig viele schöne, ach was, wunderschöne Orte. Die Ostsee, die Zugspitze, in Köln am Rhein muss man gewesen sein ….. Na, schon gemerkt was ich meine? Genau – Friedrichroda liegt mittendrin. Zweieinhalb Stunden von Frankfurt, Berlin, Nürnberg, Dresden (je nach Fahrweise sogar weniger). Immer noch sind wir per Zug zu erreichen. Nicht wie früher mit dem D-Zug (die Reichsbahner werden es noch wissen was das ist), aber immerhin. Und es gibt etwas einzigartiges, die Thüringer Waldbahn. Die startet zweckmäßigerweise am Gothaer Hauptbahnhof (Linie 4) und bringt euch in circa 45 Minuten nach Friedrichroda. Gotha ist ein ICE – Bahnhof, unglaublich aber wahr, und so ist man wirklich mit der weiten Welt direkt verbunden. Von der Autobahn A4 geht es entweder in Waltershausen (aus Richtung Frankfurt/Main) oder Gotha – Boxberg (aus Erfurt bzw Erfurter Kreuz von der A71 aus südlicher Richtung) runter und dann seid ihr in gut zehn Minuten in Friedrichroda. Alternativ könnt ihr auch die A71 aus Süden kommend in Oberhof verlassen und dann in gut 30 Minuten hier ankommen. Diese Strecke ist landschaftlich sehr reizvoll. Im Zweifel fragt euer Navi oder werft mal einen Blick in den guten alten Atlas. Da könnt ihr euch von der zentralen Lage überzeugen.

Falls ihr keine gastfreundlichen Verwandten oder Freunde in Friedrichroda habt, bleibt die Übernachtungsfrage zu klären. Obwohl wir nicht wirklich beengt wohnen, finde ich es günstger, wenn eine vierköpfige Familie in einer Ferienwohnung oder Ferienhaus unterkommt. Und da gibts bei uns die Qual der Wahl. Zu zweit oder mit größeren Kindern kann man durchaus in einem Hotel übernachten. Camping ist zwar nicht direkt in Friedrichroda – Kernstadt möglich, jedoch gibt es im Ortsteil Finsterbergen einen schönen Campingplatz.

Verhungert ist in Friedrichroda noch keiner. Ich sage nur: Bratwurst, Fisch, Steakhaus, Döner, Asiate ….. Gegen den Durst gibt es außer dem Üblichen noch vier Trinkbrunnen mit Heilwasser und eine ausgemauerte Quelle.

Mit Medikamenten könnt ihr euch in einer der zwei Apotheken versorgen ( und die euch im Ernstfall im Krankenhaus oder bei einem der niedergelassenen Ärzte verordnen lassen). Zahnärzte gibt es viele, ebenso Physiotherapien. Lebensmittel könnt ihr im Nahkauf, Lidl oder Edeka holen und falls etwas im Urlaubskoffer nicht dem Wetter entspricht, gibt es einen NKD und Boutiquen für Damen, Herren und Kinder. Auch Schuhe, ja, auch Schuhe.

Wenn es doch noch etwas mehr Kultur sein soll findet ihr die garantiert in Erfurt oder Eisenach. Beide Orte sind mit dem Auto in 50 bzw 40 Minuten zu erreichen oder mit der Bahn mit dem günstigen Hopper Ticket (Hin und zurück ca. 9 € je Person, Kinder/Enkel meist frei). Da dauert es nur jeweils 10 Minuten länger und ist zum Bummeln sehr komfortabel.

Über mich

Seit fast 13 Jahren leben wir in Friedrichroda. Wie heute erinnere ich mich an den Satz des Maklers „In Friedrichroda haben Sie einfach Lebensqualität.“. Er muß es wissen, er wohnt hier. Was soll ich sagen, der Mann hatte und hat Recht.

Wir erfreuen uns nicht nur an der amtlich bestätigten guten Luft und der Nähe zu den schönsten Wanderwegen, es gibt auch Einkaufsmöglichkeiten aller Art, Tierarzt, Friseure, Gaststätten, ein Krankenhaus, Schulen, Vereine …… Ich werde im einzelnen noch darauf zurück kommen.

Wer sind „wir“? Unsere Kinder waren schon erwachsen als wir herzogen. Also reden wir von meinem Mann, jetzt noch zwei Katern und meiner Person. Noch bin ich 59 Jahre alt, Oma von acht Enkeln im Alter von sieben Jahren bis sechs Monaten und Hausfrau mit Nebenjob.

An dieser Stelle möchte ich weder groß über mich oder uns noch über unsere Tiere berichten. Wir haben immer wieder festgestellt, wie schön unser Heimatort ist und wieviel Möglichkeiten es gibt für Unternehmungen mit Enkeln oder Kindern. Das möchte ich gern vielen Lesern weitergeben. Wir sind reingewachsen in die Aufgabe, einen interessanten Besuchstag zu gestalten oder jetzt sogar ein paar Ferientage. Ich möchte Besucher ansprechen, die Urlaubstage hier verbringen und  Ausflügler, aber genauso Neu-Friedrichrodaer, die sich mit einem mal fragen „Wo ist denn hier der beste Spielplatz?“, „Welche Wanderung kann ich meinem 5jährigen Enkel zumuten und gibts unterwegs eine Gaststätte?“, „Was mache ich bei schlechtem Wetter mit den Kindern meines Besuchs?“, „Kann ich da mit dem Kinderwagen lang?“, „Wo gibt es die beste Bratwurst?“ und und und ……. Ich werde auch über die Stadtgrenzen schauen. Tabarz, Waltershausen, Oberhof, Schmalkalden ….. es gibt unzählige Möglichkeiten einen spannenden (Kinder)Tag zu gestalten.